Schiedsrichterabrechnung

Abrechnungstabelle für SR – gültig ab 01.06.2009

A. Grundsätze

  • Die Abrechnungsvorschriften der RLN finden für alle Reisen von Schiedsrichtern, MMV- Kommissaren, Schiedsrichterbeobachtern und Lehrgangsreferenten im Bereich der RLN Anwendung. Hierdurch sind alle Auslagen abgegolten.
  • Die Wahl des Verkehrsmittels bleibt freigestellt. Es werden jedoch öffentliche Verkehrsmittel empfohlen.
  • Bei einem Einsatz an zwei aufeinanderfolgenden Tagen am gleichen Ort und einer Entfernung zum Wohnort von maximal 80 km, ist der Einsatz wie zwei Reisen abzurechnen.

B. Fahrtkostenerstattung bei Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

  • Es werden maximal der Fahrpreis 2. Klasse (Normalpreis) sowie die Reservierungsgebühren erstattet.
  • Bei Nutzung von tariflichen Rabatten werden dem Schiedsrichter zusätzlich zum gezahlten Fahrpreis 50% der Differenz zwischen dem tatsächlich gezahlten Preis und dem Normalpreis erstattet.
  • Ebenso werden Fahrtkosten des ÖPNV erstattet.
  • Taxiaufwendungen sind bis maximal EUR 12,-- je Spiel und Reisenden erstattungsfähig.
  • Fahrscheine und Taxiquittungen sind zusammen mit dem Schiedsrichterabrechnungsbogen an die Spielleitung zu senden.
  • Können keine Fahrscheine vorgelegt werden, weil z.B. eine Monatskarte genutzt wird, werden 50% des Normalpreises erstattet.

C. Fahrtkostenerstattung bei Anreise mit dem PKW

  • Die Wegstreckenentschädigung beträgt EUR 0,30 je km. Der ermittelte Betrag wird auf 50 Eurocent aufgerundet.
  • Werden Mitreisende mitgenommen, denen nach diesen Abrechnungsvorschriften eine Fahrtkostenerstattung zustehen würde, erhöht sich das Kilometergeld für jede weitere Person um 0,02 € je km, jedoch maximal auf 0,36 €. Der Betrag wird auf 50 Eurocent aufgerundet. Fahrgemeinschfaten können auch für Teilstrecken gebildet werden.
  • Parkgebühren und Fährkosten sind gegen Beleg erstattungsfähig.
  • Verwarnungs-, Ordnungs- und Bußgelder werden nicht erstattet.

D. Tagegeld

  • Bei einer Abwesenheit unter 8 Stunden erfolgt keine Erstattung von Tagegeld.
  • Bei einer Abwesenheit von mindestens 8 Stunden wird ein Tagegeld in Höhe von EUR 12,-- erstattet.
  • Bei einer Abwesenheit von 24 Stunden wird ein Tagegeld in Höhe von EUR 24,-- erstattet.
  • Die tatsächliche Abwesenheit wird für jeden Kalendertag einzeln ermittelt. Jedoch wird eine Tätigkeit, die nach 14:00 Uhr begonnen hat und vor 08:00 Uhr des nachfolgenden Kalendertages beendet wird, ohne dass eine Übernachtung stattfindet, mit der gesamten Abwesenheitsdauer dem ersten Tag zugerechnet.
  • Ist der Schiedsrichter bei einem eintägigen Einsatz und bei Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln gezwungen zu übernachten, weil eine Rückreise am gleichen Tag nicht mehr möglich ist, wird für den zweiten Tag ein Tagegeld von EUR 6,-- gewährt.

 E. Übernachtungsgeld

  • Bei Entfernungen ab 181 km oder nach Genehmigung des RLN-Schiedsrichterwartes kann eine Übernachtung über den Heimverein auf dessen Rechnung gebucht werden. Enthalten die Übernachtungskosten die Kosten des Frühstücks, ist ein Betrag von EUR 4,50 in Abzug zu bringen.
  • Wird unentgeltlich Unterkunft gewährt oder werden die Auslagen für das Benutzen von Schlafwagen erstattet, wird kein Übernachtungsgeld abgerechnet.

F. Spielleitungsgebühren

  • Die Spielleitungsgebühren betragen für Schiedsrichter:
    • EUR  25,-- für Jugend- und Senioren-(II, III)-Spiele
    • EUR  45,-- für Spiele der 2.Regionalliga Damen
    • EUR  60,-- für Spiele der 2.Regionalliga Herren
    • EUR  60,-- für Spiele der 1.Regionalliga Damen
    • EUR 100,-- für Spiele der 1.Regionalliga Herren.
  • Aufstiegsspiele gelten als Spiele der 2.Regionalliga.
  • Die Spielleitungsgebühr für MMV-Kommissare beträgt EUR 25,--.
  • Für Kurzspiele ist die Spielleitungsgebühr wie folgt zu berechnen: Spielzeit (ohne Verlängerungen) dividiert durch 40 multipliziert mit der o.g. vollen Spielleitungsgebühr.

G. Referentengebühren für Schiedsrichterlehrgänge

  • Der Lehrgangsleiter und der Hauptreferent erhalten bei einer Lehrgangsdauer von Freitag 16.00 Uhr bis Sonntag 13.00 Uhr (dreitägiger Lehrgang) je EUR 160,--.
  • Der Lehrgangsleiter erhält bei einer Lehrgangsdauer von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr (eintägiger Lehrgang) EUR 80,--.
  • Gastreferenten erhalten EUR 20,-- pro volle Stunde, maximal aber EUR 80,-- je Lehrgang.

H. Abrechnung

  • Der ausrichtende Verein zahlt die Schiedsrichterkosten gemäß Punkte B. bis F. vor Spielbeginn aus.
  • Kosten für MMV-Kommissare und Lehrgangsreferenten werden durch die RLN ausgezahlt. Dieses gilt auch für Schiedsrichterbeobachter, sofern nicht ein Verein diesen angefordert hat.
  • Schiedsrichter, MMV-Kommissare, Schiedsrichterbeobachter und Lehrgangsreferenten fertigen hierzu das vom RLN-Schiedsrichterwart vorgeschriebene Abrechnungsformular aus. Schiedsrichter und MMV-Kommissare senden dieses am nächsten Werktag an die Spielleitung, Schiedsrichterbeobachter und Lehrgangsreferenten an den RLN-Schiedsrichterwart.
  • Der Schiedsrichterkostenausgleich sowie die Umlage der Lehrgangskosten bleiben hiervon unberührt.

I. Bestimmungen für die gemeinsame Anreise von Schiedsrichtern

  • Der RLN-Schiedsrichterwart darf bei Spielen der RLN-Wettbewerbe den Schiedsrichtern eine gemeinsame Anreise empfehlen oder genehmigen. Der Mitreisende erhält dann keine Erstattung der Fahrtkosten bei Anreise mit dem Pkw. Fahrtkosten nach C.2. fallen an den Fahrer.
  • Die RLN stellt bei gemeinsamer Anreise die Schiedsrichter von Schadensersatzansprüchen der beiden Vereine in Bezug auf einen Spielausfall wegen des Nichtantretens der beiden Schiedsrichter frei, sofern die Schiedsrichter nachweisen, dass sie ihre Anreise unter Beachtung aller notwendigen Aspekte sorgfältig geplant und rechtzeitig angetreten haben.



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